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Dorothea enters the scene
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Manuela enters the scene
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Manuela
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Dorothea? Du machst ein Gesicht, als wäre irgendwas Schreckliches passiert.
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Dorothea
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Wirklich? Oh. Nein, es ist nichts. Es ist nur... Wie soll ich's ausdrücken...
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Dorothea
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Ich habe mir nur Gedanken über die Zukunft gemacht... Und darüber, was wohl geschieht, wenn der Krieg vorbei ist.
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Manuela
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Und? Wie sieht deine Vision der Zukunft aus?
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Dorothea
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Na ja... Da bin ich mir nicht so ganz sicher. Ich habe keine Ahnung, was ich von der Zukunft erwarten kann.
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Dorothea
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Ich bin in meinem Leben vielen verschiedenen Leuten begegnet, die alle unterschiedliche Vorstellungen vom Leben hatten.
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Dorothea
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Und jetzt zerbreche ich mir den Kopf darüber, wie ich selbst mein Leben leben möchte.
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Dorothea
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Im Gegensatz zu den meisten Leuten bin ich ungebunden. Ich kann mein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Genau wie du.
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Manuela
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Tja, nun...
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Manuela
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Ich hab bei der Oper aufgehört und bin in der Militärakademie Magistra geworden...
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Manuela
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Und dann habe ich mich in diesen Krieg gestürzt, weil... Ich weiß nicht. Weil ich auf ein Ende des Krieges hoffe, schätze ich. Auf Frieden für die Welt.
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Manuela
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Aber obwohl ich meines eigenen Schicksals Schmied geworden bin, hab ich immer noch nicht den Mann meiner Träume gefunden.
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Dorothea
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Du wirst ihn schon noch finden. Irgendwo da draußen wartet er auf dich... Was mich betrifft, ich habe nur einen Wunsch für die Zukunft.
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Manuela
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Ach, du hast also doch einen Traum?
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Dorothea
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Na ja, es ist ein Traum, den ich immer schon hatte. Du wirst ihn bestimmt für töricht halten, aber ich würde gerne an deiner Seite sein.
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Manuela
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Was meinst du damit?
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Dorothea
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Du hast damals die Opernkompanie verlassen...
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Dorothea
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Ich habe dann deinen Platz eingenommen. Ich stand im Rampenlicht, habe gesungen und alle haben mich angejubelt.
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Dorothea
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Ich wünschte nur, der Jubel hätte dir und mir gegolten. Ich wünschte, wir hätten gemeinsam auf dieser Bühne gestanden.
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Manuela
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Ich muss dir etwas sagen.
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Manuela
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Als ich dich das erste Mal auf der Bühne gesehen habe, überkam mich ein Gefühl: Die will ich singen hören und keine andere!
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Manuela
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Ich hatte ohnehin schon Pläne gehabt, die Opernkompanie zu verlassen, aber als ich dann dir begegnet bin...
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Manuela
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Da wusste ich, dass ich nicht einfach fortgehen konnte, solange nicht dafür gesorgt war, dass du deinen rechtmäßigen Platz einnimmst.
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Manuela
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Aber du hast recht... Es wäre wirklich schön gewesen, zumindest einmal an deiner Seite auf der Bühne zu stehen.
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Dorothea
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Es mag damals nicht möglich gewesen sein. Aber jetzt stehen wir ja Seite an Seite!
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Dorothea
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Und... vielleicht wäre es gar nicht so verkehrt, wenn du niemals den Mann deiner Träume finden würdest.
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Manuela
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Was meinst du denn damit?
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Dorothea
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Dann könnten wir einfach zusammenbleiben. Du und ich. Ich würde mir dann auch keinen Mann suchen.
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Dorothea
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Ist das nicht eine tolle Vorstellung? Wir würden zusammenleben und tun, was wir wollen.
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Manuela
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Hm. Jetzt, wo du's sagst... Das könnte wirklich schön sein. Es wäre, also würden wir beide endlich zusammen auf der Bühne stehen...
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Manuela
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Im Scheinwerferlicht, mit glänzenden Kleidern und Juwelen. Nur wir beide... zusammen.
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Dorothea
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Wir würden auf ewig im Scheinwerferlicht funkeln...